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Der Kampf des Vergessens

1.)
Ich kämpfte mit der Dunkelheit, schon eine Weile. Sie legte sich wie ein Schleier um mich und versuchte mich mit ihrer Macht zu erdrücken. Der Drang, sie zu bekämpfen hielt an, aber woher dieser Drang kam, wusste ich nicht. Jedes Mal, wenn mich dir Dunkelheit aufs Neue besiegte, schwebte ich in einer Welt voller dumpfem Vergessen. Das Brennen in meinen Gliedmaßen ließ nach und ich konnte wieder nichts fühlen. Obwohl ich wusste, dass es nicht gut war, wenn ich nichts fühlte, war es für mich eine Erlösung.
Irgendwann ließ mich die allumfassende Dunkelheit aus ihren Krallen und ich durfte auftauchen.
Das Licht tat furchtbar weh. Ich konnte nur blinzeln. All meine Körperteile fühlten sich Wund und aufgeschürft an. Mein Rachen war ausgetrocknet und mir war furchtbar kalt. Nur meine Hand war warm, sie fühlte sich beschützt an. Warum durften die anderen Körperteil nicht von diesen Schutz etwas abhaben, sie hätten es auch gebraucht. Endlich konnte ich meine Augenlieder heben und sah in das helle Licht einer Lampe. Ich wollte meinen Kopf anheben, um herauszufinden, wo ich bin, aber irgendwer hielt meine Hand. Es tat schrecklich weh meinen Kopf in die Richtung zu drehen, aber als ich es endlich geschafft hatte, sah ich einen Jungen. Er schlief, mit dem Kopf auf den Armen und das alles auf meinem Bett. Meine Hand hielt er vorbildlich für einen Schraubstock. Ich wusste nicht wer er war, aber ich wollte ihn berühren. Also nahm ich meinen anderen Arm, der nicht mehr so weh tat und strich ihn die Haare aus dem Gesicht. Dann fuhr ich ihn über die Wange. Langsam begann er aufzuwachen, also zog ich meine Hand wieder weg. Er hob seinen Kopf und sah mir in die Augen. „Du bist ja wach!“ Mein Hals schmerzte furchtbar, aber ich schaffte es zu erwidern: „Ist mir auch schon aufgefallen.“ Er grinste, ein so wundervolles Grinsen, dass ich noch nie vorher gesehen hatte. Moment mal. Mir fällt gerade auf, dass ich das nicht wissen konnte, ich wusste nämlich gar nichts. Mit gar nichts meine ich, dass ich mich an nichts vor diesem Erwachen erinnern konnte. Nicht mal an meinen Namen. Er sah meinen verwirrten Gesichtsausdruck und dachte anscheinend es liegt an unseren Händen, die er immer noch fest umklammert hielt, also ließ er sie los. Das war das letzte, was ich wollte. Die Wärme, die er mir mit seiner Hand geschenkt hatte, hielt mich davon ab, zu frieren. Innerlich, nicht äußerlich. „Bitte nicht loslassen“, krächzte ich und war überglücklich, als er wieder den Ausgangspunkt herstellte.
„Kann ich Wasser haben?“, mein Hals schmerzte so furchtbar, ich dachte meine Stimmbänder würden reißen, müsste ich noch ein Wort herausquetschen, aber gleichzeitig wollte ich nicht, dass er aufsteht, meine Hand loslässt und ein Glas Wasser holt. Ich hatte Glück, er musste sich nur zu meinen Nachttisch beugen, weil dafür schon vorgesorgt war. „Wo bin ich?“, fragte ich mit einer etwas weniger kratzigen Stimme. Das Glas Wasser hatte ich unter Schmerzen auf einem Zug ausgetrunken. „Du bist in der Krankenstation unserer Schule“, antwortete er. Seine Stimme klang so wunderschön, ich wollte einfach nicht, dass er aufhörte zu reden. „Gehe ich hier auch zur Schule?“ „Weißt du nicht, wo du zur Schule gehst?“, fragte er, völlig verwirrt. „Nein, ehrlich gesagt, weiß ich weder wer du bist, wo ich bin und auch nicht wer ich bin.“ Ich konnte sein verdutztes Gesicht nur kurz genießen, da kam schon die Krankenschwester und bemerkte, dass ich wach war. Der Junge, dessen Name ich noch nicht einmal kannte, erklärte der Schwester, dass ich keine Erinnerung hatte. Toll, sie meinte, sowas kann schon mal vorkommen, nach einem schweren Sturz auf den Kopf. Ich bin also auf den Kopf gefallen. Ich würde jetzt gerne sagen, dass das typisch für mich ist, aber ich habe ja keine Ahnung, was typisch für mich ist. Ich sollte mich ausruhen, dann würde die Erinnerung von alleine kommen. „Wer bist du?“, fragte ich, nachdem die Krankenschwester uns wieder alleine ließ. „Ich heiße Fabian“, Fabian. Faaaaaaabian. Fabiahn. Schöner Name. „Kenne ich dich?“, fragte ich, nachdem ich seinen Namen im Kopf verunstaltet hatte. „Nein, wir kennen uns nicht“. Huch, warum ist er denn so wortkarg? Er soll reden! „Wie wäre es, wenn du mir erzählen würdest, wie ich hier hergekommen bin? Das würde die Situation um einiges erleichtern.“
Er lachte, aber begann dann endlich zu erzählen. Wenn ich vorher gewusst hätte, wie meine ganz persönliche Geschichte ausgesehen hatte, hätte ich vielleicht niemals nachgefragt. Aber was rede ich da? Wenn ich es vorher gewusst hätte, hätte ich gar nicht nachfragen müssen, weil ich es ja schon gewusst hätte!
„Ich und meine Klasse wa…“ „Du meinst, meine Klasse und ich“, unterbrach ich ihn. Er sah mich verwirrt an, lächelte aber dann und entschuldigte sich. Ich wusste selbst nicht genau, warum ich ihn unterbrochen hatte, nachdem ich unbedingt wollte, dass er mir alles erzählt. „Also, meine Klasse und ich (bei diesen Abschnitt lächelte er übrigens herzerweichend niedlich) waren am Sportplatz unserer Schule, in der du ja gerade liegst. Ein Mädchen, Jenny heißt sie übrigens, fing plötzlich an zu schreien und zeigte auf den Wald. Da kamst du gerade an gestolpert. Du hattest ein weißes Kleid an, das völlig zerrissen war und überall am Körper warst du rot, von deinem Blut. Du hast dich nicht mehr lange auf den Beinen gehalten und bist dann vor unseren Augen zusammengebrochen. Ich bin zu dir gelaufen, so schnell ich konnte und als ich ankam, nahm ich deine Hand. Das letzte, was du gesagt hattest, war, ich sollte deine Hand nicht loslassen. Naja, seit dem sitze ich hier und lasse deine Hand nur los, wenn ich auf die Toilette muss.“
„Wow“, ja… irgendwie war das das Einzige, was mir einfiel. Ich wusste, dass ich Fragen stellen sollte, aber mein Kopf war leer. Leerer ging‘s gar nicht. Irgendwann hatte ich meinen Schock überwunden und fragte: „Wie lange ist das her?“ „Das war vor drei Tagen.“ DAS war vielleicht noch schockierender. „WAS? Du bist drei Tage an meinem Bett gesessen? Ich meine, ich freue mich ja, aber… du musst furchtbar müde sein!“ Kurz sah ich stolz in seinen Augen aufblitzen, dann erwiderte er: „So schlimm ist es nicht“ und nahm mir damit nicht unbedingt meine Schuldgefühle. Ha! Endlich hatte ich eine Frage. „Hatte ich etwas dabei? Einen Ausweis, oder so?“ „Nein, du hattest gar nichts dabei. Naja, außer der Kette, die du trägst und dein Kleid. Ja und Unterwäsche, aber sonst nichts. Nicht mal Schuhe.“ Anscheinend fiel ihm zu spät ein, dass er über meine Unterwäsche gesprochen hatte, denn ich konnte seine Wangen beobachten, die sich langsam rot färbten. „Du hast also zugeschaut, als ich ausgezogen wurde“, stellte ich ihn die Frage, die er sicher nicht hören wollte. „Äh, ich sollte doch deine Hand nicht loslassen“, erwiderte er mit einem leichten Lächeln. Stimmt, das hatte ich anscheinend gesagt. Er hätte aber auch wegschauen können. Es wäre mir jetzt peinlich, wenn ich gewusst hätte, wie meine Unterwäsche aussah.
Also besah ich mir das einzige Stück, das mir von meinem Leben geblieben war. Meine Kette. Es war eine schöne, filigran gearbeitete Goldkette. Der Anhänger war ein Schmetterling und auf der Rückseite war ein Spruch eingraviert.
Amicus certus in re incerta cernitur. Hm. Was das bloß heißt? „Weißt du was das heißt?“, fragte ich ihn. Er kam ganz nah an mich ran und ich sog seinen wunderbaren Duft ein. Er roch nach neuen Büchern und Wald. Eine wunderbare Mischung. Aber er schüttelte nur den Kopf, er wusste es selbst nicht. Schade. „Klingt aber schön“, sagte er. Wahrscheinlich nur wegen meinem endtäuschten Gesicht. „Und wie soll ich jetzt herausfinden, wie ich heiße und wer ich bin?“ Ich war so schrecklich verwirrt und… endtäuscht. „Naja, die Schwester sagt, du wirst es schon irgendwann herausfinden. Bis dahin nennen wir dich einfach Ami, das klingt schön.“ Er lächelte so ein unglaublich bezauberndes Lächeln, dass ich auch nicht nein sagen könnte, wenn ich es gewollt hätte. Also hieß ich eben Ami. Ami, wie Freund. Französisch kann ich nicht leiden, flüsterte mir mein Hinterstübchen zu. In Mangel sonstiger Gesprächsthemen, plauderte ich einfach aus, was ich gerade über mich herausgefunden hatte. „Französisch kann ich nicht leiden!“ Er lachte und antwortete „Ich auch nicht.“

2.)
„Soll ich dir unsere Schule zeigen?“, fragte er mich. „Darf ich denn schon aufstehen?“, ich fühlte mich nicht gerade wie frisch aus dem Ei gepellt. „Ja, du heilst schnell, keine Sorge.“ Na dann! Selbst als ich aufstehen wollte, ließ er meine Hand nicht los. Ich hatte nur ein Nachthemd an, also musste ich ihn leider darauf aufmerksam machen, dass er mich loslassen muss, damit ich nicht mit diesem durchsichtigen Ding durch die ganze Schule renne. Er ließ mich alleine und ich fühlte mich sofort schlecht. Ich beeilte mich, damit ich seine Hand wieder halten konnte. Die Hand von dem fremden Jungen. Von Fabian. Die Krankenstation war ein Haus, am Schulcampus. Es gab viele Häuser. Ein Haus war die Speisehalle, ein großes Haus die Zimmer der Schüler (Ein Internat also!) und weitere Häuser für Büros und Klassenräume gab es auch. Der Spaziergang tat mir gut, obwohl ich nicht wusste, wie ich so schnell wieder auf den Beinen sein konnte. Als wir an der Speisehalle vorbei kamen, hörte ich Stimmen. Anscheinend war gerade Abendessenszeit. Die Jugendlichen lachten und scherzten. Ich sah zu meinen Begleiter und fragte: „Wann hast du denn das letzte Mal etwas gegessen?“ Seine Antwort war ein beschämter Gesichtsausdruck. Anscheinend wusste er es auch nicht mehr genau. Kurzer Hand beschloss ich, dass wir Essen gehen sollten. Als wir die Halle betraten, ließ ich seine Hand los. Warum, wusste ich nicht genau. Wir beluden unsere Tabletts mit gut riechendem Zeug, dass ich alles nicht genauer definieren konnte. Darum nahm ich von allem etwas. Als ich mich zu Fabian umdrehen wollte, war er schon am Weg zu einem Tisch, an dem anscheinend seine Freunde saßen. Was sollte ich jetzt tun? Sollte ich ihn folgen, wie ein kleines Hündchen? Was ist, wenn ich ihn schon nerve? Ohne weiter darüber nachzudenken, nahm ich mir einen Stuhl an einem leeren Tisch und hockte mich einfach alleine hin. Ich begann zu essen. Eigentlich wusste ich nicht, was ich hier mache. Durfte ich hier überhaupt essen, wenn ich nicht in diese Schule gehöre? Einfach so machen, als wäre ich schon immer hier gewesen. Leichter gesagt, als getan. Ich spürte Blicke an mir. Es schien, als würde mich der ganze Saal anstarren. Kein Wunder, ich war die verrückte die aus dem Wald kam. Haha, irgendwie wie Tarzan. Nur, dass ich keinen Rock aus Blättern an hatte. Vielleicht sollte ich mir ein weibliches Tarzan Kostüm kaufen. Mir klopfte jemand auf die Schulter. Oh, Oh! Jetzt werde ich bestimmt rausgeschmissen. „Ami?“ Ich sah in die Augen meines Händchen- warm- Halters. „Ja?“, meine Stimme war eindeutig nicht so fest, wie ich es gerne gehabt hätte. „Warum sitzt du denn hier alleine? Ich dachte du kommst an meinen Tisch.“ Peinlich. Mit hoch rotem Gesicht folgte ich ihn an seinen Tisch. Anscheinend hatte er die zwei Jungs und das Mädchen, die bei ihm saßen schon vorgewarnt, dass ich nicht wusste wer ich bin, denn sie stellten mir keine Fragen. Sie begrüßten mich nur. Noch immer verfolgt von den Blicken der Halle aß ich mein Essen. Es schmeckte gut. Die zwei Jungen hießen Sam und Luca, das Mädchen hieß Sarah. Das konnte ich mir merken, hoffte ich. Sonst blieb mir ja nicht viel im Gedächtnis. Amnesie und so.
„Weiß sie schon bescheid?“, fragte Jenny. Sie hatte mit Fabian gesprochen. Ich traute mich nicht von meinem Teller aufzuschauen. Worüber sollte ich denn Bescheid wissen? Über mein Auftauchen. Ja das wusste ich. „Nein, später“, antwortete Fabian. Gut, dann eben nicht. Als ich fertig war, sah ich mir die Anderen genauer an. Jenny hatte blondes langes Haar und ein nettes Gesicht. Sie war richtig hübsch. Ein paar Pickel störten den Anblick, aber aus dem Alter würde sie bestimmt raus kommen. Sam war ebenfalls blond und ziemlich klein und er trug eine Brille. Er war so ein richtiger Teddybär, aber der Anblick täuschte anscheinend. Er riss dauernd Witze auf Kosten anderer. Die anderen schien es nicht wirklich zu stören und mich ließ er Gott sei Dank aus. Luca war einer dieser hochgewachsenen muskulösen Sportler, nachdem sich alle Frauenherzen verzerren, aber er schien ziemlich still, genauso wie ich, momentan. Aber Fabian, sie hatten ihn alle gern, das merkte man. Er hatte stechende grüne Augen und Wimpern, die sich jede Frau wünschen würde. Seine Haare gingen ihn bis über die Ohren und wenn er lächelte, bildeten sich Grübchen. Wie süß. Oh Gott, ich glaube er hat gemerkt, dass ich ihn angesehen hatte! Mein Gesicht wurde heiß und ich besah mir wieder meinen leeren Teller genauer. „Hey“, sagte ein fremder Junge neben mir. Ich sah zu ihm auf und erwiderte das Gleiche. Meine Stimme blieb fest. Juhu. „Ich bin Nolan. Wir sitzen da drüben auf einen Tisch“, sagte er und zeigte auf einen Tisch mit lauter wunderschönen Jugendlichen. Ich wusste nicht was ich erwidern sollte, also starrte ich ihn nur an. „Und?“, war dann alles, was ich rausbrachte. „Du kannst dich auch zu uns setzen, wenn du willst.“ Sein Grinsen wirkte nicht echt und er sah abschätzig auf Fabian und seine Freunde. Nicht sehr nett. Ich spürte, wie Fabian meine Hand unterm Tisch nahm und schon wusste ich Bescheid. „Also ich sitze hier ziemlich gut.“, sagte ich und drehte mich wieder zu den Leuten an meinem Tisch um. Einige unendliche Sekunden blieb der unsympathische Junge neben mir stehen, dann zog er aber ab. Als er weg war, entspannten sich die Gesichtsmuskeln von Fabian. War er etwa eifersüchtig? In meinem Bauch sprang gerade irgendwer Trampolin. Schon wieder stellte sich jemand neben mich und leicht genervt hob ich aufs Neue meinen Blick. Dieses Mal war es aber kein Schüler. Es war ein Mann um die 40, der mich nett anlächelte. Jetzt hauen sie mich aber raus! „Hallo! Ich bin Herr Books, der Direktor dieser Schule. Könntest du, wenn du fertig bist, in mein Büro kommen? Fabian zeigt dir sicher gerne den Weg.“ Oh. Ins Büro des Direktors! Dam dam dam dadadam. „Ja, äh. Mache ich“, war alles, was ich sagen konnte.
Als Herr Books wieder weg war, flüsterte mir Fabian ins Ohr: „Keine Angst, Herr Books ist sehr nett.“ Das hoffte ich wirklich. Ich wollte irgendwie hier bleiben. Das war ja alles, was ich kannte.
Fabian begleitete mich, nachdem wir uns von seinen Freunden verabschiedet hatten. Vor dem Haus, das den Büros diente, hielt er an. „Kannst du mit rein kommen?“, bat ich ihn. Er schien es sich überlegen, nickte dann aber leicht. Ich klopfte an das Büro, an dem „Herr Books, Direktor“ stand und öffnete dann. „Ihr könnt euch setzen.“ Als ich fast im weichen Polstersessel verschwunden war, der vor dem großen Holzschreibtisch des Direktors stand, wurde ich richtig nervös. Was jetzt kommen sollte, hatte ich nicht erwartet. „Ich wurde schon unterrichtet, wie dein Zustand zurzeit ist. Du musst wissen, wir sind eine außergewöhnliche Schule. So außergewöhnlich, dass Jugendliche nur dann an unsere Schule kommen dürfen, wenn sie besondere Fähigkeiten haben. Du bist einer der Menschen, mit besonderen Fähigkeiten. Ich zwinge dich nicht, hier zu bleiben, aber ich denke, solange du noch nicht weißt, wo du hin sollst, wäre diese Schule hier die beste Möglichkeit, mehr über dich zu erfahren.“
Er ließ mir Zeit diese vagen Informationen zu verarbeiten. Dann fragte ich ihn: „Welche Fähigkeiten meinen sie? Und woher wissen sie, dass ich besondere Fähigkeiten habe. Ich will sie ja nicht beleidigen, aber ich weiß noch nicht einmal meinen Namen, geschweige denn, irgendwelche Fähigkeiten“.
„Ich spüre Menschen, die besonders sind. Auch bei dir kann ich das spüren. Was an dir besonders ist, kann ich dir leider nicht sagen, aber wir werden es zusammen herausfinden, wenn du das willst. Ich meine damit ganz unterschiedliche Fähigkeiten. Fabian hier, kann zum Beispiel besonders gut mit den Elementen umgehen. Wenn er will, kann er Wasser verfestigen, Feuer heraufbeschwören und Erde formen. Natürlich nur, mit genügend Übung.“ Besondere Fähigkeiten? Besonderer Hirnmatsch vielleicht. Skeptisch sah ich rüber zu Fabian und erwartete dass er laut zum Lachen beginnt. Das tat er aber nicht. Er sah anscheinend den Unglauben in meinem Blick, hob seine Hand und ließ eine Flamme entstehen. Seine Hand fing dabei nicht zum Brennen an, die Flamme schwebte irgendwie nur über ihn. Guter Zaubertrick, dachte ich mir, bevor mein Kopf auf die Tischplatte knallte und mir Schwarz wurde.
Wo war ich hier nur gelandet.

Han
3.) Eine Ohrfeige riss mich aus meiner Ohnmacht. „Ami, Ami! Aufwachen!.“ Ami? Aja, das war ich. Mir tat schon wieder alles weh, aber ich hob meinen Kopf. Da ich kurzzeitig vergessen hatte, wo ich war, war ich ziemlich verwirrt, als ich Herr Books vor mir sah. Endlich fiel mir wieder ein, was soeben passiert war. Meine Erinnerung an die letzten zehn Minuten kehrte so rasch zurück, dass ich von meinem Stuhl fiel. Direkt auf den harten Boden. Als hätte mein Körper heute nicht schon genug durchgemacht. Vorsichtshalber rutschte ich von dem Feuerteufel neben mir noch ein Stück weg. Man kann ja nie wissen.
„Du brauchst keine Angst zu haben“, flüsterte mir Fabian zu. „Ich werde dir nichts tun.“ Aha. Ich habe gerade gesehen, wie Feuer, richtig heißes Feuer, aus seinem Arm kam, aber ich brauch keine Angst haben? Meine Zweifel daran, dass das alles nur Spinner sind, haben sich zwar gelegt, aber meine Angst blieb. Fabian nahm meine Hand, die ich noch am Boden liegen hatte und so verging auch diese Angst. Mit brüchiger Stimme sagte ich: „Und… sie glauben ich kann das auch?“. Herr Books beugte sich über den Tisch, lächelte mich an und sagte: „Ich denke du kannst was anderes, das nicht weniger beeindruckend ist, aber möchtest du dich nicht wieder auf deinen Sessel setzen?“ Gesagt, getan. Ich versuchte meine Augen so groß wie möglich zu machen um alles zu überwachen. Der Schock lag mir noch immer in den Knochen. „Und was denken Sie, kann ich so?“ „Das kann ich dir noch nicht sagen, aber du wirst es herausfinden, keine Angst!“
Der aufdringliche Gedanke, dass das alles ein Fehler war, ich gar nichts konnte und mich total blamieren werde, schlich sich in meinen Kopf. Komisch, vor ein paar Minuten hätte ich sie noch als Spinner abgestempelt und jetzt möchte ich nur dazu gehören. Das liegt vielleicht an Fabians warmer Hand. Sein Daumen streichelte beruhigend meinen Handrücken und so hatte ich die Kraft nicht gleich meinen Fluchtwillen nachzugeben. Herr Books war wirklich ein netter Mann und er lächelte viel. Das Lächeln sah echt aus, denn in seinen Augen konnte man die Freude über eine neue Schülerin sehen. „Wie wäre es, wenn dir Fabian dein Zimmer zeigen würde und du dich ein wenig ausruhen würdest. Das war heute sicher ein aufregender Tag für dich.“ Langsam stand ich auf und bewegte mich zur Tür. Kurz bevor ich verschwunden war, sah ich noch mal zu Herr Books und fragte: „Sie wissen also auch nicht, wer ich bin?“ „Nein, leider. Aber glaub mir, du wirst es noch herausfinden.“ Uuuund weg. Fabians Hand noch immer haltend schlenderten wir über den immer dunkler werdenden Schulcampus. Mein Gehirn versuchte gerade, alles Unnormale auszuschalten und nur noch das typische zu erfassen. Da sprang mir ein Basketballfeld ins Auge. „Können wir spielen?“, fragte ich Fabian. Ich wusste selbst nicht genau, warum ich jetzt auf die Idee kam ein Ballspiel zu spielen. Ballspiele kamen mir nur so normal vor. Fabian war zwar ziemlich irritiert, willigte dann aber ein und ging um einen Ball zu holen. Die Kleider, die ich bekommen hatte, waren zwar nicht dafür gemacht Sport zu treiben, aber es würde schon gehen. Als Fabian wieder kam warnte er mich gleich vor: „Pass auf, ich bin ziemlich gut.“ Sein Grinsen zeugte von Selbstsicherheit. „Pass DU auf, ich hab keine Ahnung, ob ich gut bin“, sagte ich und grinste nur umso breiter. Er warf mit den Ball zu und stellte sich vor mich. Ich war genau gegenüber vom Korb dribbelte zwei Mal und warf genau in den Korb. Beide machten wir große Augen. Fabian schien sich als erster zu fassen und meinte: „Das schaffst du nicht noch mal.“ Da lag er falsch, eine Stunde später stand es 35:0 für mich und Fabian sah schon ziemlich müde aus. Das Spiel wurde immer brutaler. Ich dribbelte, kämpfte und sprintete. Irgendwann nahm er mich von hinten und versuchte mir den Ball aus der Hand zu schlagen. Ich musste furchtbar lachen und ließ ihn schließlich los. Wir fielen beide nach vorne. Er auf mich drauf und ich auf den Bauch. Es tat nicht weh, aber steigerte meinen Lachanfall nur noch. Fabian grabbelte von mir runter und legte sich neben mich. Beide lagen wir am Rücken und sahen in den Sternenhimmel. Wir waren völlig verschwitzt, dreckig und lachten. „Ok, du hast gewonnen“, gab er schließlich zu. Da hörte ich Applaus. Anscheinend hatte sich schon Publikum angesammelt, denn geschätzte 15 Leute standen um uns und applaudierten mir. Ich stand auf und verbeugte mich. Jenny war auch dabei, sie kam auf mich zu und setzte sich neben Fabian auf den Platz, ich tat es ihr gleich. „Das war unglaublich, Ami! Spielst du in einen Verein?“, fragte sie mich. „Könnte sein, ich weiß es nicht“, gab ich zu. Plötzlich versteinerte ihr Grinsen und sie sagte kleinlaut: „Oh, hatte ich total vergessen, tut mir leid.“ „Ach, kein Problem“ Sie sollte sich nicht schuldig fühlen. Ich fand es schön, dass man mein Auftauchen vergaß und mich als ein normales Mädchen betrachtete. Naja, nicht ganz. „Du hast den Captain unsere Schul-Basketball -Mannschaft besiegt. Irgendwo musst du schon mal gespielt haben!“ – Damit erschreckte sie mich. Aber Fabian nahm das alles nicht so locker: „Ach was, ich hatte mich nur zurückgenommen.“, sagte er und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Ich ließ ihn und alle anderen in dem Glauben. Es musste ja keiner wissen, dass er sehr wohl sein Bestes gegeben hatte.
Wir spazierten zu dritt zu meinem Zimmer. Ich musste mich unbedingt duschen, meine Kleider klebten an mir. Ich wusste leider noch nicht, wo ich neue Kleider herbekommen sollte, geschweige denn etwas zum Schlafen. Jenny sah meinen traurigen Gesichtsausdruck und fragte mich, was los ist. Sie war sehr aufmerksam und nett, darum erklärte ich ihr mein Problem: „Naja, ich hab keine Klamotten. Auch nichts zum Schlafen.“ „Ach! Das ist kein Problem. Ich habe von meiner Oma einen Pyjama bekommen, der mir viel zu groß ist. Dir müsste er aber passen. Du kannst ihn haben, auch wenn er ein bisschen peinlich ist. Sind Enten drauf, ich hoffe das stört dich nicht.“ Ihr Gesicht verzog sich ein wenig und sie sah mich von der Seite an. „Nein, das ist total nett! Und ich mag Enten!“ Eigentlich waren mir Enten egal, ich wollte nur nicht, dass sie sich nach ihren Angebot schlecht fühlte. Die Mädchenzimmer und die Jungs Zimmer wurden nur durch eine weiße Linie in der Mitte des Hauses getrennt. Jenny meinte, die Schulleitung traut uns zu, dass wir keinen Blödsinn anstellen. Nett. Mein Zimmer war zwar nicht groß, aber es war mein eigenes Zimmer. Ich hatte keine Mitbewohnerinnen. Und sogar ein eigenes Badezimmer war da. Sie legten wohl Wert auf Privatsphäre, was ich sehr zu schätzen wusste. Ich legte mein zerrissenes Kleid auf das Bett, das außer einem Kasten, einem Schreibtisch und einem Nachttisch das einzige Möbelstück war und folgte dann Jenny in ihr Zimmer. Fabian trottete uns hinter her. Jennys Zimmer sah toll aus. Es war ein richtiges Mädchen-Zimmer. Alles Rosa und glitzernd. Sie griff in Ihren Kasten, nahm eine große blaue Pyjamahose mit gelben Entchen und ein schwarzes Trägertop. „Das müsste passen“, sagte sie. „Du siehst ja, blau ist nicht unbedingt meine Farbe, also kannst du sie behalten.“ Sie gefiel mir wirklich, sie war bunt und war mein erstes eigenes Kleidungsstück. Naja, außer das was ich an hatte und ich hatte keine Ahnung, wem das gehört hat. Sie nahm außerdem ein hübsches grünes Sommerkleid und Unterwäsche, die sie unter dem Kleid versteckt hatte. Sie sah Fabian an und sagte: „Fabian, kannst du bitte kurz rausgehen.“ Er murrte irgendwas mit „Frauen“, aber verließ dann das Zimmer. Sie sah mich an und sagte: „Naja, die Unterhose müsste dir passen, aber bei meinen BHs weiß ichs wirklich nicht. Ich glaube deine Brüste sind größer.“ Ich besah mir meinen Vorbau genauer. „Stimmt, vielleicht ein bisschen.“ Da hatte sie einen Einfall. Sie zog einen SportBH aus einer Kommode und überreichte ihn mir stolz. „Der ist dehnbar!“ Ich grinste sie an und bedankte mich. Sie war so nett zu mir. „Uh, Waschzeug brauchst du auch noch. Und andere Schuhe! Zu dem Kleid kannst du nicht solche Sportschuhe tragen.“ Sie ging in ihr Badezimmer und suchte alles zusammen. Sie hatte vieles doppelt. „Ich bin so froh, dass ich mir Dinge immer auf Vorrat kaufe.“ Mir war es peinlich, dass sie mir so viel schenken wollte, aber ich konnte auch nicht nein sagen. Wie sollte ich mir dann die Zähne putzen? In ihren Schrank am Boden standen viele Schuhe in allen Formen. Sie suchte lange und war froh darüber, dass wir die gleiche Schuhgröße hatten. Leider war ich anscheinend überhaupt kein Mensch für hohe offene Schuhe, darum nahm sie irgendwann ein ausgelatschtes Paar schwarzer Converse und sagte stolz: „Aber das!“ Ja, die gefielen mir. Auch die durfte ich behalten, sie mochte sie nicht mehr. Als ich fertig war, hatte ich eine Tüte mit Waschsachen und Klamotten für morgen. Und so schickte sie mich wieder in mein eigenes Zimmer. Vor meiner Zimmertüre verabschiedete ich mich von Fabian. Es war uns ziemlich peinlich und wir wussten nicht, wie wir uns nach so einer langen Zeit verabschieden sollten, darum gab ich ihn einen Kuss auf die Wange und hauchte: „Danke“. Er freut e sich sichtlich darüber und schlenderte davon. Davor sagte er mir noch, wo ich ihn finden könnte. Er hatte ein Zimmer im Erdgeschoss auf der anderen Seite des Gebäudes.
Nach einer ausgiebigen Dusche besah ich mich im Spiegel. Ich hatte große Augen und was mich überraschte: Eines war grün und eines blau. Ziemlich auffällig. Meine Haut war rein, das war mal was Gutes. Und ich hatte lange rötliche lockige Haare. Ich wusste zwar nicht wie groß ich genau bin, aber ich schätzte so um die 170. Einen Kopf größer als Jenny. Die Hose passte mir wie angegossen, aber das T-Shirt war ein wenig zu kurz. Es ließ einen Streifen Haut frei, aber das machte mir nichts aus. Mein Bauch war muskulös und flach. Ich kuschelte mich unter meine Bettdecke und besah mir die Zimmerdecke. Es war frustrierend, dass ich nicht wusste wer ich bin und so sehr auf andere angewiesen war. Aber zumindest hatte ich schon am ersten Tag Freunde gefunden. Mit einen Grinsen im Gesicht schlief ich ein. Es blieb aber leider nicht beim Grinsen. Mein Traum war furchtbar:
Ich stand in der Mitte eines Schlachtfeldes. Überall war Blut, es stank und die Menschen schrien. Ich hatte in jeder Hand ein blutiges Katana, woher ich den Namen wusste, keine Ahnung. Aber es waren lange Schwerter, die genau in meine Hand passten. Die Leute schrien meinen Namen, aber ich konnte mich nicht bewegen. Es war ein schockierendes Bild.
Völlig schweißgebadet wachte ich auf. Was hatte ich da eben geträumt? War das ein Teil meiner Vergangenheit? So echt es auch aussah, wollte ich es einfach nicht glauben. So konnte ich nicht mehr schlafen, jeder Schatten im Zimmer machte mir furchtbar Angst. Ich wusste nicht genau, was ich jetzt machen sollte, aber ehe ich mich versah, war ich nur in meinen Pyjama bekleidet auf dem Gang. Ich lief vor die Türe und atmete die frische Luft ein. Es müsste sehr kalt sein, aber mir machte es nichts aus. Ich lief um den Wohnkomplex herum. Plötzlich wusste ich, wo ich hinwollte. Und ich hatte Glück, ich fand das Zimmer von Fabian und sein Fenster war offen. Ich drückte das Fenster ganz auf und mit meinen langen Beinen schwang ich mich in sein Zimmer. Ich konnte nicht viel sehen, weil es stockdunkel war, aber ich fand ihn schließlich eingerollt in seinem Bett. Ich wollte ihn zwar nicht schon wieder wach halten, da er ja die letzten drei Tage in meinem Zimmer verbracht hatte, aber ich war so schrecklich ängstlich. Darum rüttelte ich ihn leicht und wartete bis er die Augen öffnete. „Ami? Was machst du denn hier?“, fragte er mich, mit einer süßen verschlafenen Stimme und rieb sich seine Augen. Auf seinen Wecker stand in großen roten Ziffern: 02:34. „Ich hatte einen schrecklichen Alptraum, Fabian“, antwortete ich und merkte erst jetzt, dass mir warme Tränen die Wange runterliefen. Er rutschte auf die Seite und fragte: „Magst du bei mir schlafen?“ Ich nahm dankend an und legte mich zu ihm ins Bett. Das Bett war sehr warm und in seiner Gegenwart wurde ich sofort wieder müde. Wir sahen uns lange an und dann fragte er: „Möchtest du mir von deinem Traum erzählen? Meine Mutter sagt immer, wenn man Träume ausspricht, werden sie nicht wahr.“ Aber nein, ich wollte nicht darüber reden. Es machte mir zu sehr Angst. Darum lagen wir nur da und warteten, bis uns beide der Schlaf wieder übermannte. Es war schön, jemanden zu haben, zu dem man gehen konnte. Im Halbschlaf bemerkte ich, dass Fabian wieder meine Hand nahm.
Jetzt war alles gut.
Ein energisches Klopfen weckte mich. Ich streckte mich in diesem bequemen Bett und mein Arm traf etwas Weiches. Schnell setzte ich mich auf und versuchte den gestrigen Abend zu konstruieren. Ach ja, ich war panisch zu Fabian gerannt. Weswegen nochmal? Jenny trat ins Zimmer. Sie sah geschockt in mein Gesicht und sagte: „Oh, ich hab dich gesucht.“ Dann drehte sie sich um und verschwand aus dem Raum. Was sie sich jetzt wohl dachte? Mein, oder besser gesagt ihr T-Shirt war mir raufgerutscht und lies meinen ganzen Bauch erkennen und meine Hose hing so tief in den Hüften dass man meine Unterwäsche sah. Ups. Neben mir bewegte sich Fabian und legte einen Arm um mich. Er zog mich fest in eine Umarmung. Anscheinend träumte er noch. Plötzlich wurde die Türe wieder aufgerissen und Jenny grinste bis über beide Wangen. „Zuerst wollte ich euch ein wenig Freiraum lassen, aber dann dachte ich, ich bin derzeit deine einzige Freundin und wir sollten reden“. Sie sagte das in einem belustigten Ton, der erahnen ließ, dass sie sich für mich freut und nicht gleich zum nächsten Lehrer rennen würde und mich verpetzen würde. Trotzdem wurde ich rot im Gesicht, sie dachte sicher hier wäre etwas gelaufen, aber so war es doch nicht… Oder? Ich befreite mich aus dem Klammergriff von Fabian und war überrascht, dass er nicht aufwachte. Auf Zehenspitzen folgte ich Jenny in mein Zimmer. Sie entschuldigte kurz und sagte, sie würde glich wieder kommen, damit wir reden könnten. Was genau sollte ich ihr sagen? Der Traum, den ich gestern Nacht hatte, kam mir jetzt dumm vor und die Angst die ich davor hatte noch dümmer. Ich müsste mir etwas Besseres einfallen lassen. Vielleicht sollte ich wirklich sagen, dass ich was mit ihm hätte? Aber was wenn sie ihn fragen würde… Tja, Leute! Ich bin im Arsch. Entweder sie hält mich für verrückt, notgeil, oder ich lüge.
Ich hatte keine Chance weiter darüber nachzudenken, schon stürmte sie mein Zimmer mit zwei riesigen Tassen Kaffee. „Ich dachte den könntest du gebrauchen. Ich weiß ja nicht wie lange du gestern wach warst“, sagte sie und hatte ein schiefes Grinsen im Gesicht. „Danke, Jenny. Ich habe gut geschlafen und du?“ „Jetzt komm mir nicht so und erzähle!“ Naja, man kanns ja mal probieren.

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